Solarpark-Pacht in allen Bundesländern

16 Bundesländer.
Sechzehn Marktbilder.

Pachtspannen, regulatorische Besonderheiten und konkrete Marktdaten — von Bayern (größter Ausbau) über Brandenburg (Solar-Euro-Pflichtabgabe) bis zu den Stadtstaaten. Stand Mai 2026.

Die Pacht für eine PV-Freifläche unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland teils erheblich. Die Spanne reicht aktuell 2026 von rund 2.500 Euro pro Hektar und Jahr in Lagen mit schwacher Marktdynamik bis zu über 5.500 Euro in bayerischen Premium-Korridoren entlang Autobahnen oder zweigleisiger Bahnstrecken. Hinzu kommen länderspezifische Sonderregelungen wie der Brandenburger Solar-Euro (2.000 €/MW/Jahr Pflichtabgabe an Gemeinden seit 2025) oder die niedersächsische Akzeptanzabgabe (0,2 ct/kWh seit April 2024).

Wählen Sie unten Ihr Bundesland für die detaillierte Marktanalyse, die spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen und unsere konkreten Pachtspannen-Empfehlungen für 2026.

Pachtspannen-Übersicht 2026 — alle Bundesländer

Bundesland Pachtspanne €/ha/Jahr Marktcharakter
Bayern3.500 – 5.500Größter Ausbau-Markt 2025
Baden-Württemberg3.000 – 5.000Hochpreisige Lagen Süden
Brandenburg2.500 – 4.500Solar-Euro 2.000 €/MW
Niedersachsen2.800 – 4.800Akzeptanzabgabe 0,2 ct/kWh
Nordrhein-Westfalen3.000 – 5.000Dichte Netzinfrastruktur
Mecklenburg-Vorpommern2.500 – 4.200Großflächen-Markt
Sachsen2.500 – 4.500Viele Konversionsflächen
Sachsen-Anhalt2.600 – 4.500Konversionsschwerpunkt
Schleswig-Holstein2.800 – 4.500Wind-Konkurrenz, hohe Volllaststunden
Hessen3.000 – 4.800Mittelhessen-Korridor
Rheinland-Pfalz2.800 – 4.500Hohe Sonnenstunden
Thüringen2.500 – 4.200Wachsender Markt
Saarland2.800 – 4.500Konversionsflächen
HamburgSonderlagenHafenflächen, Konversion
BremenSonderlagenIndustrieflächen
BerlinSonderlagenTempelhof & Konversion
Methodik Pachtspannen entsprechen unserem Vermittlungsdurchschnitt 2025/2026 für übliche Lagen. Premium-Korridore (200-m-Privilegierung nach § 35 BauGB) können bis zu 15 % über der oberen Grenze liegen. Stand: Mai 2026, basierend auf BNetzA-Ausschreibungsergebnissen vom 1. März 2026 (mengengewichteter Zuschlagswert 4,94 ct/kWh).

Was die regionalen Unterschiede ausmacht

1. Strommarkt-Dynamik und Volllaststunden

Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg) erreicht im Mittel 1.050 bis 1.150 Volllaststunden pro Jahr — Norddeutschland mit Schleswig-Holstein liegt bei 950 bis 1.000 Stunden, östliche Bundesländer wie Brandenburg und Sachsen-Anhalt bei 1.000 bis 1.050. Höhere Volllaststunden bedeuten höhere Stromerträge — und damit höhere Pachtbereitschaft.

2. Bauleitplanungs-Praxis der Länder

Manche Bundesländer haben besondere Förderprogramme oder Vereinfachungen für PV-Freiflächen-Genehmigungen geschaffen — was die Projektsicherheit erhöht und Pachten nach oben drückt. Bayern hat seine Solar-Verordnung mehrfach novelliert, Brandenburg hat klare Vorgaben durch das BbgEESG.

3. Wettbewerb mit Windkraft

In Wind-starken Ländern wie Schleswig-Holstein und Niedersachsen konkurrieren Solar-Pacht-Projekte um attraktive Flächen mit Windprojekten. Das treibt die Pachten — aber auch die Selektivität der Projektierer.

4. Bundesland-spezifische Pflichtabgaben

  • Brandenburg: 2.000 €/MW/Jahr Pflichtabgabe an Standortgemeinden (BbgEESG)
  • Niedersachsen: 0,2 ct/kWh Akzeptanzabgabe (NKlimaG)
  • Andere Bundesländer: Freiwillige Beteiligung nach § 6 EEG (0,2 ct/kWh, rückerstattbar)

Diese Abgaben werden teils direkt vom Projektierer getragen (Brandenburg), teils über § 6 EEG vom Netzbetreiber erstattet. Für Verpächter ändern sie an der eigentlichen Pachthöhe nichts — aber sie können die Bauleitplanungs-Praxis und Genehmigungsdynamik beeinflussen.

Wie unsere Vermittlung in allen Bundesländern funktioniert

Wir sind bundesweit aktiv — von Schleswig-Holstein bis zum Allgäu. Unser Projektierer-Netzwerk deckt jedes Bundesland mit mindestens drei aktiven Partnern ab, in den Hauptmärkten (Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern) auch mit deutlich mehr. Das stellt sicher, dass wir für jede Anfrage tatsächlich konkurrierende Angebote einholen können.

Was wir liefern, ist in jedem Bundesland identisch: konkurrierende Vergleichsangebote innerhalb von 14 Tagen, anwaltliche Vertragsprüfung durch einen Fachanwalt für Agrarrecht, persönliche Begleitung bis zum Notartermin. Was sich unterscheidet, sind die bundeslandspezifischen Klauseln — vor allem zur Kommunalbeteiligung und ggf. Pflichtabgabe.

Welches Bundesland ist Ihre Fläche?

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Die vier Pacht-Regionen Deutschlands im Überblick

Wer die deutschen Bundesländer aus Sicht der Solar-Verpachtung betrachtet, erkennt vier grob unterscheidbare Regionen mit jeweils eigener Marktlogik. Diese Einteilung hilft Eigentümern, die eigene Fläche realistisch einzuordnen, bevor sie in eine Pachtverhandlung gehen.

Der Süden — Bayern und Baden-Württemberg — ist der Höchstpreis-Raum. Hohe Globalstrahlung (über 1.150 kWh/kWp im Jahr), kaufkräftige industrielle Stromabnehmer und eine ausgeprägte Flächenknappheit treiben die Pachten auf 3.500 bis 6.500 €/ha. Gleichzeitig ist die kommunale Bauleitplanung im Süden tendenziell restriktiver, was die Vorlaufzeiten verlängert. Wer hier eine Fläche im 200-m-Korridor besitzt, sitzt auf einem besonders wertvollen Standort.

Der Osten — Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern — ist der Mengenmarkt. Große, zusammenhängende Flurstücke, niedrige Bodenpreise, viele Konversionsflächen aus DDR-Zeiten und etablierte Genehmigungsroutinen machen die Region zum Motor des deutschen Solarausbaus. Die Pachten liegen mit 2.500 bis 4.500 €/ha etwas niedriger, dafür werden hier die größten Projekte realisiert. Brandenburg hat mit dem Solar-Euro (2.000 €/MW/Jahr) zudem eine verpflichtende kommunale Beteiligung eingeführt.

Der Nordwesten — Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen — ist ein Wachstumsmarkt im Umbruch. Niedersachsen hat 2024 die Akzeptanzabgabe (0,2 ct/kWh) eingeführt und beschleunigt seither die Genehmigungen spürbar. Die Region profitiert von guter Netzanschluss-Infrastruktur und großen landwirtschaftlichen Betrieben. Pachten bewegen sich zwischen 2.800 und 5.000 €/ha.

Der Westen und die Stadtstaaten — Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie Hamburg, Bremen, Berlin — sind Sonderfälle. In den Flächenländern dieser Gruppe sind die Pachten solide (2.800 bis 4.800 €/ha), in den Stadtstaaten dominieren wenige, hochpreisige Sonderlagen auf Konversions- und Hafenflächen. Das Saarland sticht durch seine vielen privilegierten Bergbau-Konversionsflächen hervor.

Häufige Fragen zu regionalen Unterschieden

Warum ist die Pacht in Bayern höher als in Brandenburg?

Höhere Strompreise im süddeutschen Markt, mehr Volllaststunden pro Jahr, kürzere Wege zu industriellen Stromabnehmern und größere Knappheit an verfügbaren Flächen — alle Faktoren zusammen treiben bayerische Pachten gegenüber Brandenburg um 15 bis 25 Prozent nach oben. Dafür gibt es in Brandenburg deutlich mehr verfügbare Großflächen und etablierte Genehmigungsroutinen.

Lohnt sich die Verpachtung in kleinen Bundesländern wie dem Saarland?

Ja — auch im Saarland liegen die Pachten 2026 zwischen 2.800 und 4.500 €/ha/Jahr. Das Saarland hat zudem viele Konversionsflächen (ehemaliger Bergbau, Industrie), die in der EEG-Ausschreibung privilegiert werden und entsprechend höhere Pachten erzielen können.

Was ist mit Solar in Hamburg, Bremen, Berlin?

Stadtstaaten haben naturgemäß weniger Freiflächen — aber die wenigen, die es gibt (Hafengebiete, ehemalige Industrieflächen, Tempelhof in Berlin), erzielen Sonderlagen-Pachten. Diese werden individuell verhandelt und liegen oft deutlich über den Flächenstaaten-Pachten — bei entsprechend kleineren Flächen.

Welches Bundesland wird 2026 am stärksten wachsen?

Nach BNetzA-Ausschreibungsdaten 2025 führt Bayern mit deutlichem Abstand. Brandenburg und Sachsen-Anhalt holen stark auf — auch dank etablierter Konversionsflächen. Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern werden 2026 voraussichtlich überproportional wachsen, getrieben durch die neue Akzeptanzabgabe und entsprechende Genehmigungs-Beschleunigung.

Egal wo Ihre Fläche
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Bundesweit, mit Projektierer-Netzwerk in jedem Bundesland. Drei konkurrierende Angebote, anwaltlich geprüft.

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