Das Wichtigste in Kürze
- Pachtspanne 3.500 – 5.500 €/ha/Jahr in Bayern (Stand 2026)
- Marktführer im PV-Ausbau, hohe Volllaststunden, gute Strompreise im Süden
- Volllaststunden: 1.100 – 1.180 h/Jahr
- Top-Regionen: Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben, Franken
- Vermittlung bundesweit, anwaltliche Vertragsprüfung als Standard
Bayern ist 2026 der mit Abstand größte Solar-Markt Deutschlands. Bei der BNetzA-Ausschreibung vom 1. März 2026 entfielen erneut die meisten Zuschläge auf bayerische Standorte — kumuliert über das Jahr 2025 wurden allein in Bayern Anlagen mit einer Leistung von rund 689 Megawatt bezuschlagt, mehr als in jedem anderen Bundesland. Die hohe Marktdynamik schlägt sich direkt in den Pachten nieder: Im bayerischen Median verzeichnen wir 2026 Pachten zwischen 3.500 und 5.500 Euro pro Hektar und Jahr, in Premium-Korridoren entlang der A3, A8 oder A9 auch deutlich über 5.000 Euro.
Der Grund liegt im Zusammenspiel mehrerer Faktoren: hohe Volllaststunden von 1.100 bis 1.180 pro Jahr durch die südliche Lage, kurze Wege zu den großen Industrieabnehmern in München, Nürnberg und Augsburg, und eine inzwischen routinierte Genehmigungspraxis vieler Landratsämter. Hinzu kommt: Bayern hat in den vergangenen Jahren seine Solar-Verordnungen mehrfach novelliert und die Bauleitplanung für PV-Freiflächen vereinfacht. Auch der 200-Meter-Korridor entlang Autobahnen und zweigleisiger Bahnstrecken nach § 35 Abs. 1 Nr. 8 lit. b BauGB wird in Bayern besonders konsequent genutzt.
Volllaststunden: 1.100 – 1.180 h/Jahr
BNetzA-Zuschläge 2025: 689 MW
Marktcharakter: Marktführer im PV-Ausbau, hohe Volllaststunden, gute Strompreise im Süden
Top-Regionen: Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben, Franken
Bayerische Besonderheiten 2026
Klare Genehmigungs-Routinen
Die meisten bayerischen Landratsämter und Kommunen haben inzwischen klare Verfahrensabläufe für PV-Freiflächen entwickelt. Für privilegierte Vorhaben im 200-m-Korridor wird in der Regel keine separate Bauleitplanung mehr verlangt — das Vorhaben läuft als Außenbereichsverfahren nach § 35 BauGB. Dadurch reduzieren sich die Realisierungszeiten erheblich.
Hofstellen-Themen und Generationenwechsel
In Bayern gibt es traditionell viele Klein- und Mittelbetriebe mit anstehender Hofnachfolge. Die Solar-Pacht ist hier ein zentrales Stabilisierungs-Instrument, das den Erhalt von Hofstellen im Familienbesitz wirtschaftlich ermöglicht. Wir vermitteln 2026 vermehrt an Hoferben, die zur Bewirtschaftung weder bereit noch in der Lage sind, den Hof aber nicht aufgeben wollen.
Kommunalbeteiligung nach § 6 EEG
Bayern hat keine landesrechtliche Pflichtabgabe wie Brandenburg oder Niedersachsen. Die freiwillige Kommunalbeteiligung nach § 6 EEG (0,2 ct/kWh, vom Netzbetreiber rückerstattet) wird aber von den meisten Projektierern angeboten, weil sie die kommunale Akzeptanz spürbar verbessert.
Wettbewerb mit Agri-PV
Bayern setzt politisch sehr stark auf Agri-PV nach DIN SPEC 91434:2021-05 — die Kombination aus landwirtschaftlicher Hauptnutzung und PV-Stromerzeugung. Für Landwirte mit aktivem Betrieb ist Agri-PV häufig die wirtschaftlich vergleichbare oder bessere Option, weil Ackerstatus, GAP-Direktzahlungen und Erbschaftsteuer-Privileg erhalten bleiben.
Top-Regionen in Bayern für PV-Freiflächen
Niederbayern
Klassisches Solar-Ausbaugebiet mit hoher Anfragedichte. Vor allem die Landkreise Landshut, Dingolfing-Landau, Rottal-Inn und Passau verzeichnen 2026 eine starke Nachfrage. Pachten in privilegierten Lagen entlang der A92 und der B15 erreichen häufig 4.500 bis 5.500 €/ha.
Oberpfalz
Großes Potenzial an Konversionsflächen (ehemalige Militärflächen, Industrieflächen) und gute Lage zwischen den Verbrauchszentren Nürnberg und Regensburg. Pachten in der Bandbreite 3.500 bis 4.800 €/ha.
Schwaben
Insbesondere die Landkreise Donau-Ries, Dillingen und Augsburg-Land sind aktive Märkte mit guter Netzinfrastruktur. Pachten 3.500 bis 5.000 €/ha typisch.
Franken
Mittel-, Ober- und Unterfranken zeigen 2026 stark wachsende Nachfrage — vor allem in den Landkreisen Bad Neustadt, Würzburg-Land und Bamberg. Pachtspanne 3.200 bis 4.800 €/ha.
Vier vertragliche Sicherheiten — in jedem Vertrag
Unabhängig vom Bundesland enthalten alle unsere vermittelten Pachtverträge vier Mindest-Sicherheiten, ohne die wir nicht zur Unterschrift raten:
- Beschränkte persönliche Dienstbarkeit in Abteilung II Rangstelle I des Grundbuchs — Schutz vor Insolvenz des Pächters
- Insolvenzsichere Rückbaubürgschaft mit Anpassung alle 5 Jahre an die aktuellen Kostensätze
- VPI-Indexklausel — jährliche Anpassung an den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes
- Anwaltliche Vertragsprüfung durch einen Fachanwalt für Agrarrecht — die Kosten übernehmen wir, auch wenn Sie am Ende nicht abschließen
So läuft die Vermittlung in Bayern ab
Unser Vorgehen ist in jedem Bundesland identisch — nur die regulatorischen Klauseln und ggf. die Pflichtabgaben unterscheiden sich. Sie können den Ablauf in vier Schritten zusammenfassen:
- Erstgespräch (~20 Min.): Wir klären Lage, Größe, Eigentumsverhältnisse und Förderfähigkeit Ihrer Fläche im Detail — telefonisch und kostenlos.
- Vergleichsangebote (innerhalb 14 Tage): Wir holen aus unserem Netzwerk konkurrierende Vergleichsangebote ein und bereiten sie tabellarisch auf — Pacht, Laufzeit, Sicherheiten, Indexierung direkt vergleichbar.
- Anwaltliche Prüfung (innerhalb 6 Wochen): Ein Fachanwalt für Agrarrecht prüft den Vertragsentwurf. Anpassungen verhandeln wir auf unser Risiko nach.
- Notar & Grundbuch (ca. 3 Monate nach Start): Beurkundung beim Notar Ihres Vertrauens, Eintragung der Dienstbarkeit in Abteilung II Rangstelle I.
Vom ersten Telefonat bis zur ersten vollen Pachtzahlung vergehen typischerweise 12 bis 24 Monate. Die Hauptzeit nimmt die Genehmigung und Bauleitplanung in Anspruch — der Bau selbst dauert nur wenige Wochen.
Konkurrierende Angebote für Ihre Fläche?
Wir holen aus unserem Projektierer-Netzwerk konkurrierende Vergleichsangebote ein — kostenlos für Verpächter.
Häufige Fragen zur Solar-Pacht in Bayern
Wie hoch ist die Solar-Pacht in Bayern 2026?
Die marktübliche Pacht für eine PV-Freifläche in Bayern liegt 2026 zwischen 3.500 und 5.500 Euro pro Hektar und Jahr. In privilegierten 200-m-Korridoren entlang Autobahnen oder zweigleisiger Bahnstrecken werden auch Werte über 5.000 Euro erreicht.
Warum ist Bayern Spitzenreiter im PV-Ausbau?
Mehrere Faktoren: höhere Volllaststunden als Norddeutschland (1.100-1.180 pro Jahr), kurze Wege zu großen Industrieabnehmern in München, Nürnberg und Augsburg, etablierte Genehmigungspraxis vieler Landratsämter sowie politische Förderung von PV-Freiflächen.
Was unterscheidet bayerische Pachtverträge?
Inhaltlich sind die Verträge vergleichbar mit denen anderer Bundesländer — vier vertragliche Sicherheiten, VPI-Indexierung, Rückbaubürgschaft. Spezifisch ist die häufige Agri-PV-Variante nach DIN SPEC 91434, mit der bayerische Landwirte Ackerstatus und EU-Direktzahlungen erhalten können.
Welche bayerischen Landkreise sind besonders gefragt?
Niederbayern (Landshut, Dingolfing-Landau, Rottal-Inn, Passau), Oberpfalz (Schwandorf, Cham), Schwaben (Donau-Ries, Dillingen) sowie zunehmend Mittel- und Unterfranken zeigen die höchste Nachfrage 2026.