Ein Projektierer (auch Projektentwickler oder Developer) ist ein spezialisiertes Unternehmen, das den gesamten Prozess vom ersten Standortcheck bis zur Inbetriebnahme einer Solaranlage abwickelt. Er trägt die Vorlaufkosten von oft mehreren hunderttausend Euro pro Projekt — und verkauft die fertige Anlage anschließend meist an einen Investor, der den Park über die Laufzeit betreibt.
Klassische Aufgaben eines Projektierers:
- Flächenakquise und Pachtvertragsverhandlung
- Bauleitplanverfahren mit der Gemeinde
- Naturschutzgutachten, schalltechnische Berechnung, Blendgutachten
- Netzanschlussantrag und Anschlusszusage
- EEG-Ausschreibung oder PPA-Verhandlung
- Bauausschreibung, Vergabe an EPC-Generalunternehmer
- Inbetriebnahme, Netzaufschaltung, Übergabe an Betreiber
• Track Record: Wie viele MW hat der Projektierer bereits realisiert?
• Eigenkapital: Hat er die finanziellen Ressourcen, das Projekt durchzuziehen, oder droht ein Verkauf des Vertragspakets an Dritte?
• Referenzen: Lassen Sie sich Kontakte zu früheren Verpächtern geben.
• Bauverpflichtung: Steht im Vertrag eine echte Bauverpflichtung mit Meilensteinen — oder kann der Projektierer beliebig lange „entwickeln"?
Der Markt ist heterogen: Es gibt börsennotierte Großentwickler (Encavis, BayWa r.e., wpd), mittelständische Spezialisten (oft regional) und kleinere Newcomer, die mit hohen Pachtangeboten in den Markt drängen. Letztere sind besonders kritisch zu prüfen — wer 6.000 €/ha bietet, wo der Markt 3.500 € hergibt, kann das Projekt am Ende nicht finanzieren.
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Siehe auch: Ablauf der Verpachtung, Pachtvertrag
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