BESS steht für Battery Energy Storage System, also stationäre Großspeicher mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Sie werden zunehmend gemeinsam mit Solarparks geplant, um Erträge in lukrative Tageszeiten zu verschieben oder am Regelenergiemarkt teilzunehmen. Auch reine Standalone-Speicher entlang von Umspannwerken sind im Trend.
Ein typisches BESS für 1 MW Speicherleistung mit 2 Stunden Kapazität benötigt etwa 300 bis 500 m² Fläche — deutlich weniger als ein Solarpark vergleichbarer Leistung. Die Anlage besteht aus Container-Modulen, Trafos, Wechselrichtern und Brandschutz-Einrichtungen.
Für Eigentümer geeigneter Flächen — insbesondere bisher landwirtschaftlich geringwertige Restflächen in Umspannwerk-Nähe — kann ein reiner Speicher-Standort eine sehr attraktive Verpachtung darstellen. Genehmigungstechnisch werden BESS meist als Nebenanlagen zu Solar oder Wind behandelt; reine Standalone-BESS benötigen einen Bebauungsplan oder eine Ausnahme nach § 35 BauGB.
Die Vertragsgestaltung folgt grundsätzlich den gleichen Mustern wie bei Solarparks: 20 bis 30 Jahre Laufzeit, Indexklausel, Rückbaubürgschaft, anwaltliche Prüfung empfohlen.
Siehe auch: Batteriespeicher verpachten, PPA
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