Freiflächen-Photovoltaik (Freiflächen-PV) bezeichnet Solaranlagen, die auf ebener oder leicht geneigter Fläche im Freien errichtet werden, im Unterschied zu Dach-PV (auf bestehenden Gebäuden, vermittelt über unser Schwesterprojekt dachverpachten.net), gebäudeintegrierter PV (BIPV, in Fassaden oder Dächern) oder Sonderformen wie Floating-PV (auf Gewässern) und Agri-PV (kombinierte landwirtschaftliche Nutzung).
Typische Eckdaten einer Freiflächen-Anlage:
- Modulreihen: 4 bis 5 m hoch, Süd-Ausrichtung oder Ost-West nachgeführt
- Reihenabstand: 4 bis 6 m für Wartung und Verschattungsfreiheit
- Flächenbedarf: rund 1 ha für je 800 bis 1.200 kWp installierte Leistung
- Stromertrag: 950 bis 1.150 kWh/kWp/Jahr je nach Standort
- Lebensdauer: 25 bis 35 Jahre, danach Repowering oder Rückbau
Freiflächen-PV ist baurechtlich in der Regel nur über vorhabenbezogenen Bebauungsplan zulässig — Ausnahme ist der 200-m-Korridor entlang von Autobahnen und mehrgleisigen Bahnstrecken, wo seit 2023 die Privilegierung nach § 35 BauGB greift.
Wirtschaftlich ist Freiflächen-PV das effizienteste Segment der Solarstromerzeugung — die Stromgestehungskosten liegen unter 5 ct/kWh. Entsprechend sind die Pachten pro Hektar mit 2.500 bis 5.000 €/Jahr deutlich höher als bei landwirtschaftlicher Pacht (durchschnittlich 375 €/ha/Jahr).
Siehe auch: Pachtpreise Solarpark, Agri-PV
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